Ein Meilenstein für den Schutz vor sexualisierter Gewalt in allen kirchlichen Bereichen

Die Prävention im Bereich Schutz vor sexualisierter Gewalt hat für den Kirchenkreis Iserlohn oberste Priorität. Die Entwicklung eines guten institutionellen Schutzkonzeptes   ist für die erfolgreiche Präventionsarbeit ein essentieller Baustein. Um diese Aufgabe kümmert sich seit Anfang des Jahres Nadine Broer. Als einer der ersten Schritte möchte die 42-Jährige sich und die neue Stelle überall bekannt machen. "Ich möchte zeigen, dass ich da bin."

Nadine Broer wechselt von der Stadt Hemer zum Evangelischen Kirchenkreis. "In meinem ersten Berufsleben war ich Erzieherin", erzählt die Mutter zweier Töchter. Nach abgeschlossener Ausbildung arbeitete sie vier Jahre in diesem Beruf. Doch sie habe das Gefühl gehabt, dass sie diese Aufgabe nicht vollumfassend ausfülle, erinnert sich Broer: "Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und in Vollzeit studiert." 2008 erwarb sie ihren Abschluss als Diplom-Sozialarbeiterin.

Im Kinder- und Jugendhilfe Dienst konnte sie als Sozialarbeiterin bereits Erfahrung bei der Erstellung von Schutzkonzepten und besonders beim Schutz von Kindern sammeln. "Das ist nicht nur für die Kirche, sondern für alle ein sehr großes Thema", sagt Broer. Nach zehn Jahren bei der Kommune bewarb sie sich schließlich auf die Ausschreibung des Kirchenkreises. Broer sieht es als ihre Berufung, dem Schutz der Kinder und darüber hinaus aller Mitarbeitenden des Kirchenkreises und der kreiskirchlichen Verwaltung Sauerland-Hellweg zu dienen. Und beim Kirchenkreis habe sie nun erstmals die Möglichkeit, eigene Fußstapfen zu hinterlassen. "Ich erhoffe mir, durch die Erstellung von Konzepten einen gewaltigen Meilenstein beitragen zu können, präventiv als Kirche Zeichen zu setzen", sagt Nadine Broer.

„Wir freuen uns alle sehr, diese wichtige Stabsstelle mit einer kompetenten Mitarbeiterin besetzt zu haben. Es wird auch höchste Zeit, gemeinsam weitere Schritte zum Schutz vor Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung zu gehen; sei es in den Schulungen, sei es in der Konzeptentwicklung. Da liegt viel Arbeit vor uns, aber wichtige und unerlässliche Arbeit“ , sagt Superintendentin Martina Espelöer.

Nun  muss Nadine Broer zunächst die Struktur des Kirchenkreises und die einzelnen Einrichtungen kennenlernen. Sie wird sowohl mit den Kindertageseinrichtungen als auch mit den Presbyterien als auch mit der Verwaltung zusammenarbeiten. Die Anforderungen seien jeweils individuell. Deshalb ist es ihr so wichtig, dass alle zunächst wissen, dass sie da ist und für Fragen zur Verfügung steht. Die Corona-Pandemie macht den Start natürlich nicht einfacher, doch entmutigen lässt sich Nadine Broer nicht; "Besuchen heißt nicht immer in Präsenz."


Nadine Broer ist unter 02371 795-162 und per E-Mail erreichbar.

Zurück zur Übersicht