Pfarrerin Mirjam Ellermann an Hundertwasser-Schule eingeführt

Vor den Augen der begeisterten Schülerinnen und Schüler segnete Superintendentin Martina Espelöer Pfarrerin Ellermann für ihre Aufgabe

Schulrätin Tanja Tschoeke überbrachte Grüße

Die Kinder waren bereit für den Laternenumzug aus dem Gottesdienst zur Schule

Der Ort, die Turnhalle der Hundertwasser-Schule in Altena, passte gut zum Gottesdienst zur Einführung von Pfarrerin Mirjam Ellermann in die 2.1 Kreispfarrstelle des Ev. Kirchenkreises Iserlohn zur Erteilung von Ev. Religionsunterricht. Hier war genügend Platz für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-6, nicht nur um Abstand zu halten, sondern auch zu stampfen…, klatschen…, hüpfen…, um auf diese kreative Art und Weise Gott zu loben und miteinander die neue „Religionslehrerin“ zu begrüßen.

Denn: „Einfach spitze, dass du da bist“ galt zum einen allen, die gekommen waren, aus der Schule, die Schülerinnen und Schüler, die Elternvertretung, die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung und vom Kirchenkreis Iserlohn, die Superintendentin Martina Espelöer, die Schulreferentin Pfarrerin Katharina Thimm und viele andere. An diesem besonderen Tag war es vor allem eine Begrüßung und Zusage an Pfarrerin Mirjam Ellermann, die seit Beginn des Schuljahres an dieser zum Schuljahr 2019/20 gegründeten Förderschule mit den Förderschwerpunkten Sprache und Lernen tätig ist.

Der Gottesdienst, lebendig und unter Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler wurde mit Herzen, Mund und Händen gefeiert. Schon in der Dekoration kam die Freude, Pfarrerin Ellermann für den Einsatz an der Schule gewonnen zu haben, zum Ausdruck. Über und über war die Turnhalle und ihre Bühne mit von den Schülerinnen und Schülern gemalten Herzen geschmückt. Und auch die von der Schülerschaft und der Schulleitung, den Lehrerinnen und dem Schulamt des Märkischen Kreises an Pfarrerin Ellerman überbrachten Wünsche, anstelle langer Grußworte, kamen bildlich und wörtlich von gestalteten Herzen und gaben Pfarrerin Ellermann für ihren Dienst z.B. Kraft, Freude, Humor, Energie mit auf den Weg.

Doch über allem stand an diesem Tag der Bibelvers aus Lukas 6,36 „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ Pfarrerin Ellermann ließ ihn in ihrer Kurzpredigt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern lebendig und erfahrbar werden. Anhand der Geschichte vom barmherzigen Samariter, mit seiner ‚warmherzigen‘ Zuwendung für den überfallenen Verletzen, konnten alle Anwesenden durch begleitendes Mitspielen der Geschichte erleben, wie gut Barmherzigkeit ist.  Und das hat auch St. Martin mit seiner Bereitschaft, seinen Mantel mit dem Bettler zu teilen gelebt. Er war das zweite Beispiel an diesem Tag und war  nicht nur in der Geschichte und einem Lied, sondern auch durch die vielen selbst gebastelten Laternen der Kinder gegenwärtig. Warmherzig sein und das Herz am rechten Fleck haben steckt im Wort Barm’herz‘igkeit schon mittendrin und gleichzeitig kommt durch sie zum Ausdruck, wie wir anderen zum Segen werden können. Das wurde auch in der Segnung von Pfarrerin Ellermann durch die Superintendentin Martina Espelöer deutlich, zu der sie alle Anwesenden einlud, sich gegenseitig zu segnen.

Ideenreich und kreativ, in einfacher Sprache zielgruppenorientiert umgesetzt, so könnte man den Gottesdienst formal umschreiben. Doch hier war trotz Einhaltung der Coronaregeln Nähe, Warmherzigkeit, Freude miteinander unterwegs zu sein und zu feiern bei allen Beteiligten zu spüren.

Mit der Schaffung dieser ersten ordentlichen Pfarrstelle an einer Förderschule in Westfalen ist dem Kirchenkreis Iserlohn, in der Zusammenarbeit mit der Landeskirche, der Bezirksregierung, dem Schulträger Märkischer Kreis und der Hundertwasserschule, ein weiterer Schritt in der Umsetzung  des Konzepts ‚Barrierefreier Kirchenkreis‘ gelungen, um dicht bei den Menschen in der Seelsorge, mit Stärkung und Beistand, gerade auch bei Menschen mit Beeinträchtigungen sein zu können.

Text und Bild: Bernhard Laß

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