Weitere 60.000 Euro an Betroffene der Hochwasserkatastrophe verteilt

Die Exkursion führte die Vertreter der Diakonie unter anderem in das Apollo-Kino in Altena

Als „Balsam für die Seele“ bezeichnete eine Spendenempfängerin in einem Dankesbrief die finanzielle Hilfe des Kirchenkreises Iserlohn für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe. Die diakonische Kommission tagte am Mittwoch, 22. September, zum dritten Mal und konnte weitere 60.000 Euro an 36 Haushalte verteilen. Insgesamt wurden damit mehr als 300.000 Euro an 102 Betroffene im Kirchenkreis Iserlohn ausgezahlt.  

„Schnell und unbürokratisch“ – diese Maßgabe hatte die Superintendentin für die Soforthilfe für die Flutopfer durch den Kirchenkreis Iserlohn ausgegeben. Kurz nach den schweren Unwettern im Juli wurde ein Spendenportal eingerichtet und die diakonische Kommission gegründet, um die darüber eingehenden Mittel an die in Not geratenen Menschen verteilen zu können. Neben der Superintendentin bildeten Pfarrer Martin Wehn, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, Presbyterin Claudia Malcus aus Altena und Diakon Micha Frank aus Iserlohn die Kommission.

Neben den Spenden waren für die Arbeit der Diakonischen Kommission die Einblicke der Menschen aus den einzelnen Kirchengemeinden von entscheidender Bedeutung. Diese ermöglichten zu erkennen, wo Unterstützung dringend benötigt wurde. So konnten bereits im Juli die ersten Gelder ausgezahlt werden. Seitdem gehen immer weiter Anträge auf Hilfe aus dem Spendenportal ein.

„Ich bin sehr dankbar“, sagte Superintendentin Martina Espelöer mit Blick auf die vielen Spenden, die Zusammenarbeit der 25 Kirchengemeinden des Kirchenkreises und die Arbeit der diakonischen Kommission. Auch über den innerkirchlichen Zusammenhalt habe sie sich sehr gefreut, betonte die Superintendentin. Vom Nachbarkirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg bekam der Kirchenkreis eine Spende in Höhe von 20.000 Euro.

Allen Mitgliedern der Diakonischen Kommission ist indes bewusst, dass die Soforthilfe nur eine Linderung der größten Not darstellen kann. Den Menschen, die teilweise durch das Hochwasser ihre Existenzgrundlage verloren haben, muss auch in Zukunft geholfen werden. Pfarrer Martin Wehn berichtete von seinem Besuch in den betroffenen Gebieten, der ihm auf berührende Weise das Ausmaß der Schäden aufzeigte. Dabei geht es nicht nur um die finanziellen Folgen der Flut, sondern auch um die psychischen Auswirkungen des Verlustes der gewohnten Heimat, insbesondere für junge Menschen. „Die Schäden an der Seele von Kindern sind auch eine Aufgabe für uns als Kirche und Diakonie“, so Wehn.

In Zusammenarbeit mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und der Diakonie Katastophenhilfe werden der Kirchenkreis Iserlohn und die Diakonie Mark-Ruhr, die ab sofort als Ansprechpartner für alle Fragen zur Hochwasserhilfe fungieren wird, nun die nächste Phase der Hilfe einleiten. Dazu soll in Hagen ein Hochwasserbüro gegründet werden. Die Arbeit der Diakonischen Kommission ist nun abgeschlossen, „alle bisherigen Spenden sind an die Menschen verteilt worden“, stellte Superintendentin Martina Espelöer abschließend fest.

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