Aus aktuellem Anlass

Im Prozess um den schweren sexuellen Missbrauch vor der Ersten Großen Strafkammer am Landgericht Hagen wurden am vierten Verhandlungstag die Zeugenaussage eines weiteren Betroffen sowie zwei Gutachten aufgenommen. "Es war schlimm zu hören, was den Kindern angetan wurde", sagt Superintendentin Martina Espelöer, die gemeinsam mit Jörg Freiburg, stellvertretender Vorsitzender des Presbyteriums der Versöhnungskirchengemeinde, an der Verhandlung teilnahm.

"Die psychologische Gutachterin für die Kinder hat aber meinen größten Respekt für ihre Empathie und Sachkenntnis",so die Superintendentin nach dem Prozess weiter. Die Expertin hatte ausführlich von ihren Gesprächen mit den vier betroffenen Kindern berichtet. "Sie hat die Glaubwürdigkeit der Kinder eindeutig belegt", fasst Martina Espelöer das Fazit der Gutachterin zusammen.    

Ein von der Superintendentin einberufenes Interventionsteam arbeitet intern daran, den Schutz vor sexualisierter Gewalt in kirchlichen Einrichtungen sicherzustellen, die Erkenntnisse aus dem Prozess werden dabei miteinbezogen. Das Wohl der betroffenen Kinder und ihrer Familien steht für den Kirchenkreis an erster Stelle.  "Meine Gedanken sind heute sehr bei den Müttern, die das alles noch einmal angehört haben", sagt die Superintendentin.

Der Prozess wird am Montag, 20. September fortgesetzt, für Freitag, 1. Oktober, werden die Abschlussplädoyers erwartet.

Unterstützung finden Betroffene von sexualisierter Gewalt u.a. hier

  • Hilfetelefon Sexueller Missbrauch        0800 – 22 55 530
  • Infos zum Hilfetelefon finden Sie unter www.anrufen-hilft.de
  • Menschen, die von Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung in der Kirche betroffen sind, steht in der Ev. Kirche von Westfalen Kirchenrätin Daniela Fricke als Ansprechperson zur Verfügung

Beauftragte für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung

Telefon 0521-594 308  Email: daniela.fricke@ekvw.de

  • Personen, die vermuten, dass ein haupt- oder ehrenamtlicher Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern, Jugendlichen oder anderen Schutzbefohlenen verletzt, können sich an die Meldestelle der Ev. Kirche von Westfalen wenden. Sie leitet hinreichende Verdachtsmomente zur Bearbeitung an die verantwortlichen Leitungsebenen weiter.

Meldestelle der Ev. Kirche von Westfalen
Fachstelle zum Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe

Birgit Pfeifer
Telefon: 0211 – 6398342
Email: b.pfeifer@diakonie-rwl.de

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