Soziale Quartiersentwicklung an der Schützenstraße in Schwerte beginnt

Der erste Spatenstich ist getan (Bildmitte: Superintendentin Martina Espelöer, links daneben Volker Holländer, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr; Foto: Jeannine Brezina)

Von Jeannine Brezina

Schwerte. „Wir freuen uns, nach rund eineinhalbjähriger Planungszeit mit der Umsetzung unseres Projekts zur sozialen Quartiersentwicklung an der Schützenstraße in Schwerte beginnen zu können“, sagt Volker Holländer, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr. Mit einem symbolischen Spatenstich am 1. März haben die Bauarbeiten begonnen. „Damit kommen wir unseren Zielen wie der Schaffung von attraktivem und bezahlbarem Wohnraum, der Unterstützung von Familien und der bedarfs-gerechten Erweiterung in der KiTa-Betreuung, der Förderung der Teilhabe behinderter Menschen und des natürlichen Miteinanders von Personen mit und ohne Handicap ein ganzes Stück näher.“

 Der Ev. Kirchenkreis Iserlohn, die Ev. Kirchengemeinde Schwerte mit der Hermann-Fleitmann’schen Studienstiftung, die Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen gGmbH sowie die Diakonie Schwerte gGmbH freuen sich, als Projektinitiatoren Impulse für die Stadtentwicklung Schwertes setzen zu dürfen.

Die Planung sieht einen viergeschossigen Komplex mit zwei Gebäudeeinheiten vor, die neben 17 öffentlich geförderten auch vier frei finanzierten Wohnungen Raum bieten. Die öffentlich geförderten Wohnungen sollen so gestaltet werden, dass sie u. a. an Menschen mit Behinderung im Ambulant Betreuten Wohnen vermietet werden können. Im Ganzen ist aber eine sozial gemischte Bewohnerstruktur im Sinne des Inklusionsgedankens vorgesehen. Der Familienunterstützende Dienst der Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen bietet ein vielfältiges Angebot zur Unterstützung und Entlastung von Eltern und Angehörigen behinderter Menschen.

„Herzstück des Gebäudes wird eine neue Kindertageseinrichtung sein. Die geplante KiTa umfasst vier Gruppen mit insgesamt 75 Plätzen. Der Rat der Stadt Schwerte hat im Rahmen der Kindergartenentwicklungsplanung die Förderung und damit die Unterstützung dieses Bauprojektes beschlossen. Als Träger der Einrichtung ist die Diakonie bereit, auch neue Wege in dem Betreuungsangebot, z.B. mit Blick auf die Randtageszeiten, zu gehen. Als besonderes Qualitätsmerkmal darf das natürliche Außengelände im nicht von sonstiger Bebauung tangierten hinteren Bereich mit Blick auf den Mühlenstrang und die Ruhrwiesen betrachtet werden. Unsere Planer haben hier attraktive Außenflächen – nicht nur für die Kita – vorgesehen!

Das räumliche Konzept dieses Projektes bietet die Chance zu wirksamer Vernetzung in und für Schwerte durch intergenerative Projekte (z.B. der Kindertageseinrichtung mit dem Grete-Meißner-Zentrum), das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung; die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Kindertagesbetreuung), die Vereinbarkeit von Pflegepflichten, Beruf und ggf. Wohnen, die Deckung komplexer multidisziplinärer Hilfebedarfe im Einzelfall (z.B. durch den Familienunterstützen-den Dienst) sowie die Stärkung ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements (z. B. durch Aufgreifen der bestehenden Ansätze im Grete-Meißner-Zentrum oder im „Café unter den Linden“ des Klara-Röhrscheidt-Hauses).

Damit Interessierte stets einen aktuellen Einblick in den Fortgang der Bauarbeiten haben, hat die Diakonie Mark-Ruhr die Internetseite www.inklusives-leben.de eingerichtet. Hier gibt es Infos zu den aktuellen Entwicklungen und zum Projekt selbst.

 

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