Beratungsstelle Arbeit hilft bei Arbeitsausbeutung und Erwerbslosigkeit:

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Von Fabian Tigges
Iserlohn/ Werdohl. In der Erwerbslosenberatung in Iserlohn und Werdohl haben in den vergangenen Jahren Menschen Beratung und Begleitung gefunden, die von Arbeitslosigkeit bedroht oder erwerbslos sind sowie Berufsrückkehrer*innen und Beschäftigte mit aufstockenden SGB II-Leistungen. Jetzt hat die nordrhein-westfälische Landesregierung ein neues Förderkonzept initiiert. Wesentliche Neuerung: ein weiterer Schwerpunkt ist die Beratung von Menschen, die von Arbeitsausbeutung betroffen sind. Die Diakonie Mark-Ruhr ist auch in den kommenden Jahren Träger der Beratungsstelle Arbeit an den Standorten Iserlohn und Werdohl.
 
 „Der erweiterte Beratungsansatz bezieht sich beispielsweise auf die Umgehung des gesetzlichen Mindestlohns, wie durch unrechtmäßige Abzüge vom Lohn oder unverhältnismäßige Mieten; Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz; fehlende Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall oder bei Urlaub; oder die Umgehung von arbeitsrechtlichen Standards und damit Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit“, erläutert Heidrun Schulz-Rabenschlag, Fachbereichsleiterin der Sozialen Dienste der Diakonie Mark-Ruhr.
 
In Iserlohn und Werdohl stehen die erfahreneren Berater*innen Ina Thomas, Beate Ben Halima und Ronald Seidler Ratsuchenden Rede und Antwort. „Aus der Erfahrung heraus wissen wir, dass wir in der Beratung meist auf vielschichtige Problemlagen treffen. Wirtschaftliche Armut, geringe bzw. fehlende Qualifikation, Behinderungen und/oder gesundheitliche Beeinträchtigungen, Sucht, sowie langandauernde mehrjährige Arbeitslosigkeit und damit verbundene gesellschaftliche Ausgrenzung sind Themen, die im Kontext von Arbeitslosigkeit auftreten können“, erläutert Ina Thomas. „Perspektivlosigkeit, Einsamkeit, Überschuldung, Affektivität (z.B. Angst, Panik, Stress) und die damit einhergehende Wahrscheinlichkeit einer Resilienz-Schädigung sind häufige Begleiterscheinungen. Hier helfen wir, wie bisher auch, mit unseren Netzwerk- und Kooperationspartnern, mögliche Problemlagen zu überwinden und Wege in Arbeit unter sozialrechtlichen Aspekten aufzuzeigen.“
 
Beate Ben Halima ergänzt: „Unter den Ratsuchenden waren immer auch schon Menschen, die sehr schlechten Arbeitsbedingungen ausgesetzt waren. In vielen Fällen handelt es sich um Personen, die nach Deutschland eingewandert sind und hier in ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnissen eine Vielzahl von Benachteiligungen und Diskriminierungen erleben. Zudem sind sie über die Rechtslage schlecht informiert.“
Vor diesem Hintergrund begrüßt die Diakonie Mark-Ruhr den erweiterten Beratungsansatz. Die Diakonie Mark-Ruhr verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Beratung von Menschen in sozialen und finanziellen Notlagen. Weitere Beratungsstellen Arbeit in Trägerschaft der Diakonie Mark-Ruhr befinden sich in im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Hagen.
 
Zum Standort Iserlohn: Bis auf weiteres ist wegen der Corona-Pandemie eine Terminvereinbarung unter 02371 8180-300, 0151/15603808 oder per E-Mail ina.thomas@remove-this.diakonie-mark-ruhr.de bzw. ronald.seidler@remove-this.dia-konie-mark-ruhr.de erforderlich.
Zum Standort Werdohl: Bis auf weiteres ist wegen der Corona-Pandemie eine Terminvereinbarung unter 02392 7218-68 oder per E-Mail beate.ben_halima@remove-this.diakonie-mark-ruhr.de erforderlich.
Die Beratungsstelle Arbeit wird durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

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