Neue Ideen für die Zukunft der Kirche

1. Bild: Zukunft Ihmert; Foto: dia.service

2. Bild: checkpoint, Foto: privat

Von Karl-Heinz Struve

Die Kirche der Zukunft braucht kreative Ideen. Sie braucht Projekte, die neue Formen des christlichen Glaubens entwickeln, besondere Zielgruppen ansprechen, Kirche im Stadtteil sichtbar machen und Menschen – über Konfessionsgrenzen hinweg – verbinden. Und weil gute Ideen, Gründungsmut und Engagement auch finanzielle Unterstützung und praktisches Know-how brauchen, gibt es den landeskirchlichen Innovationsfonds „TeamGeist“.

Zum ersten Mal wurden jetzt zukunftsweisende Projekte ausgezeichnet. Darunter auch zwei Projekte im Kirchenkreis:

Das Projekt „Zukunft für Ihmert – Kirche macht Räume auf“ wird mit einer Summe von rund 200.000 € gefördert. In der Projektbeschreibung heißt es: In Ihmert bestehen kaum noch öffentlich zugängliche Räume für soziales Miteinander. Deswegen wollen wir mit unserer Kirche als Mittelpunkt und zentralem Ort der Begegnung Räume öffnen. Hier stärken wir das Miteinander von Jung und Alt, verbessern die Teilhabe der Menschen im Dorf und setzen Impulse für kirchliches Engagement im Gemeinwesen. Gemäß unserem Leitbild „Gemeinsam leben und feiern in Gottes Gegenwart“ setzen wir uns für die Gemeinschaft auch über kirchengemeindliche Grenzen hinweg ein.

Natürlich freut sich Gaby Bach, Pfarrerin der Ev. Kirchengemeinde Ihmert, über diese Auszeichnung: „Ich finde es großartig, dass unser Anliegen so gewürdigt wird: Wir sind Kirche vor Ort. Getreu dem Wort Gottes „Suchet der Stadt Bestes!“ wird die Kirchengemeinde Ihmert mit ihren Kooperationspartnerschaften unterwegs sein.“

Das Projekt „checkpoint (schule)“ wird mit einer Summe von rund 100.000 Euro gefördert. Das Jugendcafé Checkpoint in der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Iserlohn gestaltet das Projekt, das sich aus der soz.-diak. Arbeit im Quartier entwickelt hat. In der Projektbeschreibung heißt es: Es gibt hohen Bedarf an Kindern, die in widrigen Umständen leben und i.d.R. kaum Unterstützung erhalten. Dem begegnen wir, erwirken Synergien mit Schule und Nachbarschaft, damit die Kinder lernen, ihr Potential zu entdecken und zu entfalten. Wir sehen in 3 Jahren Kinder, die neue Chancen bekommen haben, neue Beziehungen und eine Kultur die christlichen Feste und interreligiöse Begegnungen vereint. Wir sind alltäglich dort, wo die Kinder und Familien in einem sozial benachteiligten Stadtteil ihr Zuhause haben.“

Und Timon Tesche, Leiter des checkpoint, erklärt: "Schon seit Jahren orientiert sich das Checkpoint in seinen Projekten immer wieder neu an dem Bedarf der Menschen in der südlichen Innenstadt - unabhängig ihrer Kultur, ihres Glaubens, ihrer Herkunft. Der Innovationspreis der Ev. Landeskirche zeigt, dass dieses Herzensanliegen zukunftsweisend für die ganze Ev. Kirche ist: Kirche muss dort sein, wo die Menschen sie brauchen."

Stichwort „TeamGeist“

Der Name ist Programm. Denn der für die Jahre 2020 bis 2025 bereits von der Landessynode 2018 beschlossene und mit insgesamt drei Millionen Euro ausgestattete Innovationsfonds der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) fördert kirchliche „Start-ups für die Kirche von morgen“ mit zukunftsweisenden Projekten und Modellen christlichen Lebens. Gesucht werden also Menschen und Initiativen mit Ideen, Engagement und Gründungsmut. Unterstützt werden kleine Projekte mit bis zu 20.000 Euro sowie mittlere und große Projekte mit Summen von 20.000 bis maximal 200.000 Euro, die sich über mehrere Jahre verteilen. Und neben finanzieller Unterstützung gibt’s auch praktisches Know-how: Bewerberinnen und Bewerber werden auf ihrem Weg von der Idee bis zur Umsetzung von Geschäftsführer Pfarrer Andres Michael Kuhn und seinem Team begleitet (Telefon: 0231 – 54 09 -67).

 

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