Wort der Superintendentin zum 9. November

Pressefoto Superintendentin Martina Espelöer

Liebe Schwestern und Brüder,

dem Eintreten für Frieden und Versöhnung ist nichts vorzuziehen.

Der Evangelische Kirchenkreis gedenkt  am heutigen 9. November 2020 der Opfer von Krieg und Gewalt. Wir erinnern an die Verfolgung  jüdischer Menschen im Nationalsozialismus und die gewaltsame und grauenvolle Nacht der Zerstörung  und Inbrandsetzen der Synagogen 1938.

Die Erinnerungskultur mahnt uns alle in dieser Gesellschaft zu einem Umgang des Respekts und zu Zeichen der Versöhnung.

Der 9. November erinnert uns aber auch, dass gewaltfreie Wege zur Veränderung und zur Stärkung der Mitmenschlichkeit wie 1989 möglich sind. Die Verpflichtung zur Versöhnung wird dadurch unterstrichen.

Durch die Corona-Pandemie rutschen derzeit andere Themen schnell in den Hintergrund. Wir merken aber gerade in dieser Zeit, wie wichtig der gesellschaftliche  Zusammenhalt ist, um gemeinsam für die Grundwerte von Mitmenschlichkeit und Würde jedes einzelnen zu einzutreten. Die schwerwiegenden ethischen Fragen nach dem Schutz der Gesundheit, dem Umgang in Krankheit treiben uns um. Auf der einen Seite stehen die Möglichkeiten der Forschung und Wissenschaft, auf der anderen Seite aber auch die bedrängende Einsicht in die eigenen Grenzen, in die eigene Sterblichkeit.

Als Christen möchten wir weiterhin Hoffnung pflanzen und den Trost, den wir von Gott erfahren weitergeben.

Christus ist unser Friede.

Es grüßt Sie herzlichst
Ihre Superintendentin Martina Espelöer

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