Ein Mann des Wortes….

v.l.n.r.: Superintendentin Martina Espelöer, Inge Quadbeck, Heinz-Dieter Quadbeck, Pfarrerin Antje Kastens; Foto: K.H. Struve

Balve. Pfarrer i.R. Heinz-Dieter Quadbeck feiert das 50jährige Ordinationsjubiläum am 21. Juni an alter Wirkungsstätte im Gottesdienst in Balve. 

„Gottesdienst feiern“ – so Superintendentin Martina Espelöer, gehört für Pfarrer i.R. Heinz-Dieter Quadbeck zu den vornehmsten Aufgaben im Pfarramt. Und so erinnert M. Espelöer in ihrem Grußwort an den Weg Quadbecks. „Mit großer Schaffenskraft“ (Espelöer) wirkte er von 1970 bis 1992 als Gemeindepfarrer in Balve, von 1992 bis zu seinem Ruhestand im Jahre 2000 als Superintendent im Kirchenkreis. Dabei auch immer unterstützt von seiner Ehefrau, deren Engagement M. Espelöer entsprechend würdigte. Übrigens feierte das Ehepaar Quadbeck ein weiteres goldenes Jubiläum in diesem Jahr: sie sind seit 50 Jahren verheiratet.

Ein Mann des Wortes...

Man merkt es ihm an – predigen ist eine Leidenschaft des Jubilars, Heinz-Dieter Quadbeck, Superintendent i.R. Mit vollem Elan stellt er sich vor die Gemeinde und will seine Zuhörerschaft mit Worten der Zuversicht für diese Zeit ermutigen.
In seiner Predigt greift er ein biblisches Wort auf: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (Lutherbibel; 2. Timotheus 1,7). Für Quadbeck ist es ein Wort gegen die Angst, gegen den Geist der Furcht, wie er viele Menschen auch in diesen Corona-Zeiten beherrscht. Wo alles erstarrt, da kommt Bewegung durch den Mut-mach-Geist Gottes. Er entfaltet eine Dynamik, die Menschen ermutigt zur Liebe und Besonnenheit. „Wirf deine Angst in die Luft“, wird Rose Ausländer zitiert. Und dem Duktus seiner Predigt entsprechend endet Quadbeck mit der Zusage: „Fürchte dich nicht.“

… und ein Mann der Tat...

H.D. Quadbeck - nicht nur ein Mann des Wortes, sondern auch ein Mann der Tat. Und so würdigt Superintendentin M. Espelöer in ihrem Grußwort den Einsatz für die Ökumene als Herzensanliegen des Jubilars, erinnert an sein Engagement für die Partnerschaft des Kirchenkreises mit Boende und Lefoy im Kongo, an die Gründung des Diakoniewerkes im Kirchenkreis unter seiner Regie; last but not least auch an die Auszeichnung zum „Ritter vom heiligen Sebastian“, die sich der Wertschätzung des Jubilars für den Schützenverein verdankt. Und eine solche Ritterschaft zeichnet sich aus durch „Mut, Tapferkeit und Gerechtigkeit, um den Alltag zu gestalten“ (Espelöer).

Eine kleine Schar, Corona bedingt, traf sich im Kirchraum in Balve, begrüßt von der Ortspfarrerin Antje Kastens. Angesichts des guten Wetters verfolgten einige Weggefährten den Gottesdienst draußen vor der Kirche. Unter ihnen auch Pfarrer i.R. Burckardt Hölscher, der Assessor während der Superintendenten Zeit Quadbecks war. „Es war eine schöne Zeit“, so Hölscher. Zu weiteren Gratulanten gehörte auch eine Abteilung der St. Sebastian Schützen, die es sich nicht nehmen ließen mit Standarte vorbei zu kommen. 

… mit einer lebenslangen Beauftragung

Vor 50 Jahren, genau am 21. Juni 1970, wurde H.D. Quadbeck ordiniert. Superintendentin M. Espelöer erinnert in ihrer Ansprache an die Bedeutung der Ordination für das Pfarramt. „Gib keinen verloren“ ist eine zentrale Aufgabe. Und – vorausschauend auf den Johannistag (24.6.) – greift sie dessen Worte und Geste auf, wie er auf Christus hinweist: ein symbolisches Vorbild für die lebenslange Beauftragung, „das Wort und die Tat in die Welt zu bringen.“ In diesem Sinne empfing H.D. Quadbeck im Gottesdienst den Segen anlässlich seines 50jährigen Ordinationsjubiläum.

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