Urlaub ohne Smartphone
Superintendent hält Hausandacht im Varnhagensaal
Ohne Smartphone und die damit verbundenen Zwänge den Urlaub genießen, Landschaften, Kultur und Menschen ungefiltert wahrnehmen und genießen. Diese Erfahrung machte Superintendent Oliver Günther kürzlich – wenn auch nicht ganz freiwillig – und teilte sie nun im Rahmen der Hausandacht im Varnhagensaal mit den Mitarbeitenden.
„Eine Wohltat für die Augen – und auch für die Nackenmuskulatur“, berichtete der Superintendent, „und irgendwie auch entlastend für die Seele.“ Zu viele schlechte Nachrichten könne nämlich keine Menschenseele verkraften.
Doch nach dem Urlaub wurde die erzwungene Nachrichten-Pause dann gleich mit einer schlechten Schlagzeile und einem beunruhigenden Bild beendet: Putin mit Trump auf dem roten Teppich in Alaska. „Ein zutiefst verstörendes Symbolbild. Stellvertretend für so viel verstörende Bilder, die unser Leben dominieren.“
Trotzdem wolle er nicht die Hoffnung verlieren, so Oliver Günther. Er hoffe weiter auf Frieden, darauf dass die Europäer im Schulterschluss bleiben. Dass die Entscheidungsträger auf allen Seiten zur Vernunft finden und besonnen agieren. Dass am Ende Friede und Gerechtigkeit doch zueinanderfinden. „Dafür zu beten, wird nicht vergebens sein“, so der Superintendent.

Beim roten Teppich müsse er auch an Jesus denken und an die Kleider, die für ihn, den Messias, ausgebreitet wurden. Eher ein Flickenteppich als ein roter Teppich, eine Mischung aus Bescheidenheit und Respekt, ein Symbol der Demut und zugleich der Hochachtung. Diese Tugenden sollten sich auf die Roten-Teppich-Läufer zu eigen machen.
Noch zeige das echte Leben nicht die ersehnten Bilder des Friedens, doch innerlich sind sie da, aus Hoffnung geboren und aus Glauben entstanden. Sie mischen sich unter die schönen Urlaubsbilder und wirken nach. „Ich will tun, was ich kann, damit meine Hoffnung wahr wird“, sagt Superintendent Oliver Günther. Auch ohne roten Teppich.







