Ordination von Pfarrerin Juliane Späth: Mit Gott an seiner Seite ist jeder Weg schaffbar
Ein ganz besonderer Tag stand für Pfarrerin Juliane Späth am ersten Samstag im Juli an. In der St. Johanniskirche in Ergste konnte die 32-Jährige ihre Ordination feiern.
Aus der Region eröffnete Pfarrerin Christine Grans nach dem feierlichen Einzug als Kollegin und ehemalige Mentorin von Juliane Späth mit dem Wochenspruch den Gottesdienst. Anschließend dankte Grans dafür, dass ihre einstige Vikarin so gut in der Gemeinde angekommen ist.
Im April 2025 kam Juliane Späth als Pfarrerin im Probedienst nach Ergste. Dort hat sie mit Leib und Seele zu 50 Prozent die Aufgaben einer Gemeindepfarrerin übernommen. Zudem ist sie neben der Gemeindestelle noch jeweils zu 25 Prozent in der Krankenhausseelsorge im Schwerter Marienhospital und in der Ruhrtalregion tätig. In der Ergster Gemeinde kristallisierten sich schnell Späths Stärken heraus. Gerade die Arbeit mit den Konfirmanden und die Seelsorge bereiten ihr sehr viel Freude.
„Liebe Juliane, in der Ordination wirst du berufen und beauftragt, in einer bunten Kirche der Vielfalt, nach deinen Begabungen, die Gott dir geschenkt hat, Menschen aufzurichten, ihren Blick zu weiten und ihnen unter der Weite des Himmels zu dienen mit der Kraft des Evangeliums, dass sie Glaubensmut und Segenszuversicht und Hoffnungskraft entdecken, damit diese Welt lebenswert bleibt, gerecht, friedvoll, so dass alle Menschen würdevoll leben“, so Superintendent Pfarrer Oliver Günther in seiner Ansprache. Er bezeichnete Späth auch als Botschafterin für Versöhnung an Christi Statt sowie als die mahnende und zugleich werbende Stimme des Evangeliums.
Anschließend nahm er gemeinsam mit Pfarrer Dominic Röcher und Pfarrerin i.R. Anke Gödersmann die Ordination vor und berief und beauftragte Juliane Späth zum kirchlichen Dienst am Evangelium in Wort und Tat.
Segenswünsche sprachen auch Pfarrerin Christine Grans und Presbyter Samuel Dressler Juliane Späth zu. Zudem war mit dem Superintendenten des Kirchenkreises Unna, Pfarrer Dr. Karsten Schneider, ein weiterer Ehrengast in die Segenshandlung miteingebunden. Er war seinerzeit Gemeindepfarrer in der Philippuskirchengemeinde in Dortmund-Löttringhausen, als Juliane Späth im Jugendalter den Glauben für sich entdeckte.
Glückwünsche seitens der Gemeinde richtete nach der feierlichen Ordination Presbyter Luca Balla im Namen aller Ergster in seiner Rede an Juliane Späth.
In ihrer anschließenden Predigt ging Juliane Späth auf die unterschiedlichen Arten von Menschen ein. Einerseits gäbe es diejenigen, die unbekannte Wege mit Nervenkitzel und Abenteuerlust begehen, und andererseits gäbe es diejenigen, die grübeln und nachdenken. Laut Späth sind beide Wege nicht falsch. In Bezug auf ihren Ordinationsspruch aus Psalm 84, 12 „Ja, Gott der Herr, ist Sonne und Schild. Gnade und Würde verleiht uns der Herr“ stellte Späth fest, dass Gott mit den Menschen geht, ganz gleich welchen Weg.
Nach dem Gottesdienst, der von der Gemeindeband musikalisch untermalt wurde, wartete rund um die St. Johanniskirche noch ein gemütliches Beisammensein auf die Besucher. Dabei bestand die Gelegenheit, Juliane Späth persönlich zur Ordination zu gratulieren. Bei Getränken und Essen vom Foodtruck konnte vor der Kirche bei geselligen Gesprächen verweilt werden. Und außerdem konnte man einen Fotogruß an der Fotowand hinterlassen.
Wie es für Juliane Späth jetzt nach dem Probedienst und der Ordination weitergeht, ist noch nicht klar. Nach dem Sommer möchte die sympathische Pfarrerin schauen, welche Perspektiven sich für sie ergeben.







