Mit 60 Jahren noch einmal den Horizont erweitern – Almuth Gärtner wird Prädikantin
Wer Almuth Gärtner kennt, der weiß auch, dass die 60-Jährige, die sowohl eine theologische als auch pädagogische Ausbildung hat, einige interessante berufliche Stationen hinter sich hat. Aufgewachsen im Kreis Lippe, kam sie später zum Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn. Dort war sie dann unter anderem Jugendreferentin in der Evangelischen Kirchengemeinde Balve, Vorsitzende der Mitarbeitendenvertretung und zuletzt Gemeindepädagogin in der Evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde Mark. Arbeitete sie zu Beginn ihres Berufslebens mit Kindern und Jugendlichen, so hat sich dies stetig weiterentwickelt und jetzt mit mehr Lebenserfahrung wendet sich Almuth Gärtner der Arbeit mit Senioren zu.
Mit dem Ausscheiden von Pfarrer Jürgen Ruck wurde der Platz in der Altenheimseelsorge im Hennnener Meta-Bimberg-Haus frei. Superintendent Oliver Günther schlug daraufhin Almuth Gärtner, die zwischenzeitlich auch eine Prädikantenausbildung absolviert hat, den Posten vor. Da sie bereits durch ihre Stelle als Gemeindepädagogin schon Kontakte zur älteren Generation hatte, entschied sich Gärtner für die neue Herausforderung. Während sie jetzt erst einmal nur für das Meta-Bimberg-Haus zuständig ist, kann es eventuell sein, dass zukünftig noch eine weitere Senioreneinrichtung zu ihrem Aufgabenfeld hinzukommt.
Dass sie sich auch jetzt noch im Alter von 60 Jahren für eine Prädikantenausbildung entschied, bezeichnet Almuth Gärtner selbst als Horizonterweiterung. Auch freut sie sich als neue Altenheimseelsorgerin, die Bewohner, Angehörigen und Mitarbeitenden des Meta-Bimberg-Hauses in den kommenden Wochen und Monaten noch besser kennenzulernen. Zu einigen konnte sie bereits seit Dienstantritt im März schon Kontakte knüpfen. Vorfreude ist auch bezüglich des Sommerfestes, bei dem es eine kleine Andacht geben wird, da. Zudem wird derzeit ein kleiner Altenheimchor gegründet.
Im Rahmen des Gottesdienstes, der im Meta-Bimberg-Haus jeden Dienstagmorgen gefeiert wird, wurde Almuth Gärtner nunmehr offiziell in das Amt als Prädikantin eingeführt. Dabei wirkten neben Synodalassessor Thomas von Pavel auch Pfarrerin Ulrike von Mayer, Koordinatorin der Altenheimseelsorge, und Pfarrerin Christine Grans aus der Evangelischen Kirchengemeinde Hennen mit. Den musikalischen Part am Klavier hatte die Hennener Organistin Tomoko Yano-Ebmeyer inne.
Nachdem Pfarrerin Christine Grans die Begrüßung übernahm, schilderte Synodalassessor Thomas von Pavel in seiner Ansprache noch mal den Lebensweg von Almuth Gärtner und erwähnte dabei, dass ganz gleich was sie beruflich machte, sie stets das Vertrauen auf Gott gehabt habe. Anschließend beauftragte er sie für die zukünftigen Aufgaben als Prädikantin, als die sie taufen, das Abendmahl und Gottesdienste feiern darf. Im Anschluss an die Berufung wurde der neuen Prädikantin Almuth Gärtner von Synodalassessor Thomas von Pavel, von Pfarrerin Ulrike von Mayer und von Pfarrerin Christine Grans sowie von Mitarbeitenden des Meta-Bimberg-Hauses ein Segen für die künftigen Aufgaben zugesprochen.
Offiziell frisch im Amt, oblag es dann Almuth Gärtner die Predigt zu halten. „Der Wind weht wann und wo er will“, so Gärtner, die den Heiligen Geist mit dem Wind verglich. Man könne zwar Gott um den Heiligen Geist bitten, aber es läge nicht in der eigenen Hand, wann der Heilige Geist wirkt. Für sich selbst hat Almuth Gärtner ein Schlüsselerlebnis, wann sie den Heiligen Geist besonders spürte. Damals beim ersten ökumenischen Kirchentag in Berlin erlebte sie ihren Glaubensmoment voller Hoffnung schlechthin und die Liebe und Kraft Gottes war extrem spürbar. Auch fragte sie die Altenheimbewohner in ihrer Predigt, woran man den Heiligen Geist erkennt. Anschließend kam sie wieder auf den Wind zurück und verteilte als Zeichen für das Wirken des Heiligen Geistes kleine Windmühlen.
Nach dem Gottesdienst konnte Almuth Gärtner noch persönliche Glückwünsche entgegennehmen und hatte Gelegenheit, mit den Anwesenden bei einem kleinen Empfang ins Gespräch zu kommen.







