Lieder, die Grenzen überwinden
Begeisterndes Musikfest „Singing in the Light of God“ in der Friedenskirche Letmathe
Mitreißende Klänge, Musik, die verbindet, gemeinsames Tanzen, Singen und Feiern – das alles sollte mit der Veranstaltung „Singing in the Light of God“ in der Friedenskirche in Letmathe erlebbar werden. Und genau so kam es auch am Samstag, 30. August, als das Liederfest mit internationalen Kirchenhits dort gefeiert wurde. Etwa 150 Besucher kamen, passend zum 150-jährigen Jubiläum der gastgebenden Kirchengemeinde, und brachten die Friedenskirche zum Beben. „Wir haben heute bewiesen, dass die Sauerländer nicht nur beim Schützenfest aus sich herausgehen können!“, fasste Superintendent Oliver Günther die außergewöhnliche Stimmung an diesem besonderen Tag zusammen.
Für die Gestaltung des Events waren neben Pastor Emmanuel Boango und Pfarrer i.R. Burckhardt Hölscher die Kirchenmusikdirektoren Ute und Hanns-Peter Springer, Sänger Daniel Njikeu und verschiedene Akteure der Evangelischen Pop-Akademie Witten. Die Moderation übernahm Kantor Christian Otterstein aus Letmathe.
„Gelebtes, fröhliches Christentum im Bewusstsein dessen, dass uns das Lied über Sprachbarrieren hinweg verbindet“ – so beschrieb Kreiskantor Hanns -Peter Springer den Charakter der Veranstaltung. Verschiedene Sprachen und verschiedene musikalische Stilrichtungen sollten gleich von Beginn von der Vielfalt des Gotteslobes in der Kirche zeugen. Den musikalischen Auftakt machte der deutsch-spanische Kanon „Gloria a dios – Ehre sei Gott in der Höhe“
Natürlich durfte mit „Hawa nagila“ ein israelisches Lied nicht fehlen und zum ersten Höhepunkt geriet das von Hanns -Peter Springer kunstvoll arrangierte „Spiritualmedley“, welches die Gemeinde einlud, unter der Anleitung von Ute Springer und einer fulminanten Bandbegleitung die alten Klassiker wie „O when the saints“, „Amazing grace“ und „Amen“ mitzusingen. Und es zeigte sich, dass diese Basics der Gospelmusik bei den Menschen immer noch präsent sind und sofort begeistert angestimmt wurden.
Neben dem 150-jährigen Jubiläum der Evangelischen Kirchengemeinde Letmathe, stand „Singing in the Light of God“ auch im Zeichen der 40-jährigen Partnerschaft des Kirchenkreises Iserlohn mit den Kirchenkreisen Boende und Lofoy im Kongo. Burckhardt Hölscher erinnerte mit einem Bild an seine erste Begegnung mit Emmanuel Boango, dem dieses Event maßgeblich zu verdanken ist, im Rahmen eines Partnerschaftsbesuchs. Gleich zu Beginn seien beide „eines Sinnes und Geistes“ gewesen. „Bis heute ist das so geblieben – und es hat für mich mit dem Wirken des Heiligen Geistes zu tun, dass wir hier heute im Schiff der Friedenskirche miteinander singen im Licht Gottes und Gottesdienst feiern.“

Passend dazu nahm Boango dann gemeinsam mit seiner Familie die Gemeinde mit auf eine Reise in seine afrikanische Heimat mit Liedern wie „Jesu azali“ und „Moninga pasa“. Selten hat man die Menschen in der Friedenskirche so fröhlich klatschen, winken und tanzen gesehen. Boangos Freund Daniel Njikeu und seine Band begeisterten ebenfalls mit afrikanischen Liedern, aber auch Reggae-Klängen und Worship-Songs.
Das Kantorenehepaar Springer hatte zwei Jugendliche aus dem Jugendchor „5 nach 5“ mitgebracht, die mit ihrer Frische und Unbekümmertheit moderne geistliche Lieder wie „Du bist heilig“ vorsangen und anleiteten, sodass der Abend wirklich generationenübergreifend wurde.
Zum Abschluss sang und tanzte die Gemeinde passend zum Thema nach dem Lied „Siyahamba – We are marching in the light of god“ aus der Kirche hinaus und ließ die Kollekte dabei im Vorübergehen da. Insgesamt war „Singing in the Light of God“ ein voller Erfolg, der eindrucksvoll zeigte, wie Musik über kulturelle Grenzen hinweg begeistern und verbinden kann.










