Patrick Kruscha (l.), Superintendent Oliver Günther (2.v.l.) und Pflegedirektor Jens Honert (r.) freuten sich über die Einführung von Juliane Späth. Foto: Annabell Brock

Juliane Späth gibt Glauben weiter

Motiviert ist Juliane Späth im April nach ihrem Vikariat in der evangelischen Kirchengemeinde Hennen in den Probedienst, welchen sie im Ruhrtal absolviert, gestartet. Einerseits ist die 31-Jährige in der evangelischen Kirchengemeinde Ergste und andererseits zu einem Viertel in der Krankenhausseelsorge im Schwerter Marienkrankenhaus tätig. Dort stand nun, wenngleich auch verspätet, ihre offizielle Einführung an.

Ökumene wird im Schwerter Krankenhaus großgeschrieben. So betont Juliane Späth, dass sie in dem Haus der Katholischen St. Paulus Gesellschaft, als sie die Nachfolge von Pfarrer Dr. Dr. Matthias Hoof antrat, mit offenen Armen aufgenommen wurde. Auch die Zusammenarbeit mit ihrer katholischen Glaubensschwester Krankenhausseelsorgerin Ulrike Nagel läuft Hand in Hand. Letztere war selbstverständlich so wie auch Vertreter des Krankenhauses, in Person von Geschäftsführer Patrick Kruscha und Pflegedirektor Jens Honert, und natürlich Superintendent Oliver Günther bei der offiziellen Einführung zugegen.

Krankenhausseelsorgerin Ulrike Nagel und Superintendent Oliver Günther, der eine kurze Ansprache hielt, spendeten Juliane Späth für die kommenden Aufgaben Gottes Segen. Späth oblag es dann die Predigt zu halten. Dabei ging sie auf den barmherzigen Samariter aus dem Lukas-Evangelium ein. Des Weiteren berichtete sie von der Klinikseelsorge, so wie sie sie in den vergangenen Monaten bereits erlebt hat. Manchmal seien es Augenblicke des Schweigens, die mehr als viele Worte aussagen würden. Gemeinsam versuche man die Patienten aber auch Angehörige und das Personal aufzubauen. So wie im Gleichnis von einem Gasthaus die Rede sei, so versteht sich auch das Krankenhaus als Gasthaus und sieht seine Patienten als Gäste an. Das Krankenhaus ist jedoch nicht nur ein Gasthaus der Medizin und Heilkunst sondern vielmehr nicht zuletzt durch Späths Einsatz ein Gasthaus des Glauben, wo Gottes Liebe spürbar wird.

Im Oktober 2013 begann Juliane Späth seinerzeit nach der Schulzeit in Dortmund, wo sie auch geboren wurde, das Studium der Evangelischen Theologie an der Ruhr-Universität Bochum. Während ihres Studiums nahm sie 2016 an einem interreligiösen Studienprogramm in japanischen Kyoto teil und blieb schließlich für ihr weiteres Studium bis 2020 in Japan. Dort hat sie unter anderem an der Deutschen Schule Kobe-Osaka Vertretungsunterricht übernommen und war in der Evangelischen Kirchengemeinde Kobe-Osaka in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. Im Oktober 2022 schloss sie schließlich ihr Erstes Theologisches Examen ab, nach dem Vikariat legte sie dann Ende Februar 2025 das Zweite Theologische Examen ab.

In ihrer Freizeit ist Juliane Späth ein absoluter Familienmensch und gerne in der Natur, hat sie doch schon als Kind viel Zeit im Schrebergarten der Familie verbracht. Gemüseanbau und Gartenarbeit sind daher zur Leidenschaft geworden. Des Weiteren bastelt, malt, näht, häkelt oder strickt sie gerne.

Ihr Lieblingsbibelvers, der sie bereits während des Studiums und auf dem Weg in den Pfarrberuf begleitete, stammt aus dem Lukasevangelium 21, 19 „Seid standhaft, und ihr werdet euer Leben gewinnen.”. Noch heute ermuntert er sie und bestärkt sie darin, dass das Leben von Gott getragen und begleitet wird. Der Vers spendet zudem Hoffnung, den Glauben nicht zu verlieren und immer weiter zu machen; ganz gleich wie lange der Weg ist.

Und ihren Glauben möchte sie nun auch in der Krankenhausseelsorge weitergeben.

Neben der Seelsorge, sei es mit den Patienten, deren Angehörigen oder auch den Mitarbeitenden, ist es Späth wichtig, dass sie in den Strukturen beziehungsweise im System Krankenhaus sichtbar bleibt, um so die Bedeutung vom Glauben im Klinikalltag zu unterstreichen.

Hauptsächlich wird Späth im Standort an der Schützenstraße eingesetzt, steht aber auch selbstverständlich evangelischen Patienten im Standort an der Goethestraße als Seelsorgerin zur Verfügung. Neben der Seelsorge zählt es im Klinikalltag noch zu ihren Aufgaben, den Besuchsdienst der Grünen Damen zu verwalten. Darüber hinaus hält die junge Pfarrerin im Probedienst auch einmal pro Monat einen Gottesdienst in der Klinik eigenen Kapelle. Immer am letzten Freitag im Monat um 18.30 Uhr feiert Späth dort mit den Gläubigen den Gottesdienst, mal mit Abendmahl, mal mit Salbung.

In Ergste übernimmt sie währenddessen in ihrem Probedienst alle Aufgaben einer Gemeindepfarrerin. Durch ihre Arbeit während ihres Auslandaufenthalts liegt ihr dabei natürlich besonders die Jugend- und Konfiarbeit am Herzen. Die Seelsorge dort teilt sie sich mit der Gemeindeschwester Julia Ducke. In der Gemeindearbeit ist es der jungen Pfarrerin wichtig, dass Miteinander der Gemeindemitglieder zu stärken und zu fördern.

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