Ein Ort der Begegnung und der Hoffnung
Ein neuer Weg und viele gute Perspektiven für die Zukunft: Im Ortlohnpark am Nußberg ist die neue Zuwegung zur kleinen Kapelle offiziell eröffnet worden. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie Ehrengäste gingen im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsam mit dem Förderverein den nächsten Schritt zu dem lebendigen Kultur- und Begegnungsort.
„Der Weg ist das Ziel, die erste Etappe ist erreicht“, sagte Karin Schimmel, Vorsitzende des Fördervereins, beim symbolischen Durchschneiden des Bandes. Rund 40 Meter ist der neue Weg lang. Die notwendige Baumaßnahme konnte innerhalb von nur fünf Tagen durch die Firma Brunnert umgesetzt werden.
Für den Förderverein ist die Fertigstellung ein wichtiger Meilenstein. Ermöglicht wurde das Projekt maßgeblich durch die Unterstützung zahlreicher Förderer. Besonderer Dank galt der Sparkasse Iserlohn und der Bürgerstiftung, die 12.500 Euro für die Baumaßnahme zur Verfügung stellte. „Wir sind glücklich über die Spende der Bürgerstiftung, die das Projekt überhaupt erst möglich gemacht hat“, betonte Schimmel.
Auch Superintendent Oliver Günther und Susanne Falcke, die neue theologische Vizepräsidentin der Evangelischen Kirche von Westfalen, gehörten zu den Gästen. „Es ist ein besonderer Ort der Begegnung und der Hoffnung, an dem sich Menschen mit Gott und der Welt verbinden können“, sagte Superintendent Oliver Günther und brachte damit die besondere Bedeutung des Ortlohngeländes in dieser Zeit auf den Punkt. Denn jede Begegnung mit Gott habe das Potential, den Menschen im Umgang mit dem zu helfen, was sie überfordere, quäle und verängstige.
Susanne Falcke würdigte den Beitrag ihres Vorgängers Ulf Schlüter, für den das Projekt eine „Herzensangelegenheit“ und Karin Schimmel eine geschätzte Partnerin gewesen sei. Nach einem ersten Telefonat mit Karin Schimmel habe sie sofort verstanden, warum, so Falcke. Sie zeigte sich beeindruckt vom Engagement der vielen Beteiligten, die das Ortlohn-Konzept mit Leben füllen. Anlässlich der Eröffnung formulierte sie das bekannte Zitat um: „Das Ziel ist der Weg“. Und dieser Weg führe nicht irgendwohin, sondern zur Kapelle, die wiederum gen Himmel weise.
Für einen musikalischen Höhepunkt sorgte das „Gran Guitarra Quartet“ mit Thomas Kirchhoff, Dale Kavanagh, Hans-Werner Huppertz und Goran Krivokapić. In der besonderen Akustik der Kapelle präsentierten die vier Gitarristen ein Eröffnungskonzert, das das Publikum mit lang anhaltendem Applaus honorierte.
Der Förderverein blickt auf eine bemerkenswerte Entwicklung zurück. Heute gehören dem Verein 35 Mitglieder an. Mit Lesungen, Konzerten, Ausstellungen, Kreativmärkten, dem „Plausch im Pavillon“ und weiteren Veranstaltungen ist inzwischen ein regelmäßiges Halbjahresprogramm entstanden. Die steigenden Besucherzahlen zeigen, dass der Ort zunehmend angenommen wird.
Für den Förderverein ist die neue Zuwegung deshalb nicht das Ende eines Projekts, sondern ein weiterer Schritt in die Zukunft. Pavillon und Kapelle sollen sich weiterhin als offene Orte der Begegnung, Kultur und Gemeinschaft entwickeln und zu einem lebendigen Quartiersmittelpunkt werden.
„Es ist alles im Fluss“, freut sich Karin Schimmel über die Entwicklung. Und mit Blick auf die Eröffnung ergänzt sie: „Einen schöneren Auftakt hätten wir uns nicht wünschen können.“












