Ein 10 Euro Schein wird in eine Spendendose von Brot für die Welt gesteckt. Symbolbild. (Foto: Hermann Bredehorst/Brot für die Welt)

„Die Liebe zum Nächsten braucht unsere volle Aufmerksamkeit“

Mehr als 160.000 Euro Spenden und Kollekten aus dem Kirchenkreis Iserlohn für Brot für die Welt

Für Brot für die Welt haben im vergangenen Jahr bundesweit mehr Menschen gespendet. Gleichzeitig hat das Entwicklungswerk rund eine Million weniger Spenden und Kollekten erhalten. In ganz Westfalen kamen 2025 insgesamt rund 5,63 Millionen Euro zusammen – fast eine Million Euro mehr als im Jahr zuvor. Geld wurde in allen 26 Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Westfalen gesammelt. Im Kirchenkreis Iserlohn waren es 160.825,92 Euro an Spenden und Kollekten.

„Ich danke allen Menschen in unserem Kirchenkreis Iserlohn, die die wichtige Arbeit von Brot für die Welt durch ihre Spenden und Kollekten unterstützt haben. Die Bereitschaft zu spenden, zeigt, dass viele Menschen in unserer Region Verantwortung übernehmen, um der weltweiten Ungerechtigkeit mit Hilfsbereitschaft begegnen und sich durch die Zerrissenheit unserer Zeit mit all ihren Herausforderungen nicht entmutigen lassen“, sagt Superintendent Oliver Günther.

„Besonders dankbar bin ich für die Kollekten von Heiligabend, die wir in den Festgottesdiensten gesammelt haben. Weihnachten ist ein Fest der Hoffnung und der Mitmenschlichkeit. Mit Ihren Gaben unterstreichen Sie, dass weihnachtliche Freude nicht nur im Empfangen begründet ist. Als Fest der Liebe ist Weihnachten ein Fest des Teilens und der Solidarität mit Menschen, die von Armut und Hunger betroffen sind und unter den Folgen von globalen Krisen, von Krieg und Vertreibung sowie des Klimawandels extrem zu leiden haben“, so Günther weiter.

Insgesamt standen dem Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit 341,7 Millionen Euro zur Verfügung. Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr weltweit rund 3.000 Projekte gefördert. Regionale Schwerpunkte waren wieder Afrika und Asien.

Rund 89,8 Prozent der verwendeten Mittel, 293,9 Millionen Euro, hat Brot für die Welt für die Programmarbeit ausgegeben. Im Fokus der Arbeit lag Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden rund 10,2 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als angemessen.

Die Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zeigen sich noch nicht in den zur Verfügung gestellten Mitteln im vergangenen Jahr. Trotzdem schränken die angekündigten Kürzungen schon jetzt die langfristige Arbeit des Werkes ein, da weniger neue Partner gefördert werden können und Projekte weltweit auslaufen werden.

Brot für die Welt setzt sich als Nichtregierungsorganisation und Werk der evangelischen Kirchen für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1.600 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in 77 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern.

Superintendent Oliver Günther dazu: „Aus dem Glauben an die Kraft Liebe Gottes heraus zu leben, bedeutet auch, sich der Realität zu stellen, und die ist leider immer noch an so vielen Orten von Unmenschlichkeit und von der ungerechten Verteilung von Lebensgütern geprägt. Die Liebe zum Nächsten braucht unsere volle Aufmerksamkeit. Brot für die Welt leistet eine konkrete Hilfe zum Leben und bleibt ein starkes, sichtbares Zeichen, dass wir alle gefordert bleiben, die Werte zu leben, die Jesus in diese Welt getragen hat.“

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