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Bildungsreferentin Redetzki-Rodermann in den Ruhestand verabschiedet

Über 30 Jahre war Heidrun Redetzki-Rodermann im Dienste des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn. Bereits seit 1. Juni ist die langjährige Leiterin der Erwachsenenbildung nunmehr im Ruhestand. Nun stand am Dienstagabend im großen Saal des Varnhagenhauses die offizielle Verabschiedung aus dem Dienst an. Der Wunsch der scheidenden Bildungsreferentin war es seinerzeit gewesen, ob nicht noch die ebenfalls scheidende Superintendentin Martina Espelöer die Verabschiedung vollziehen könnte. Das ließ sich Superintendentin Martina Espelöer nicht zweimal sagen und so war die Verabschiedung von Heidrun Redetzki-Rodermann zeitgleich auch die letzte Amtshandlung der Superintendentin, die sich durch den gemeinsamen Weg des Abschieds besonders verbunden fühlte.

„Gestalten hat Ihnen Freude gemacht“, so Superintendentin Martina Espelöer, die zudem ergänzte, dass Bildung und „Herzensbildung“ stets ein Anliegen der Bildungsreferentin gewesen seien. Außerdem bescheinigte sie Heidrun Redetzki-Rodermann, dass sie eine große Bandbreite von Bildung in den Kirchenkreis gebracht habe. Und auch das stetige Lächeln, das Heidrun Redetzki-Rodermann ausmachte, ließ Superintendentin Martina Espelöer nicht unkommentiert. In ihrer Kurzandacht ging Superintendentin Martina Espelöer dann auf das Glitzern in den Augen näher ein. Jeder Mensch habe Wurzeln der Identität, unter anderem Werte, an denen er oder sie erkannt werden möchte. Bei Heidrun Redetzki-Rodermann sei es sicherlich auch ihre durchweg fröhliche Art.

Zum Abschied überreichte Superintendentin Martina Espelöer noch einen Haussegen, den die frisch gebackene Rentnerin im Zuhause in Mettmann aufhängen kann. Aus Mettmann hatte sich Heidrun Redetzki-Rodermann für ihren besonderen Tag, bei dem sie dann und wann auch etwas mit den Tränen kämpfen musste, Verstärkung in Form ihres Ehemannes und der beiden Kinder sowie der Schwester mitgebracht.

„Es ist mir eine Ehre und ein besonderes Vergnügen, heute anlässlich deiner Verabschiedung in den Ruhestand einige Worte sagen zu dürfen!“, Laudator Pfarrer i.R. Dr. Klaus Johanning merkte man am Dienstagabend an, dass er sich wahrlich freute, bei der Verabschiedung von Heidrun Redetzki-Rodermann die Rede halten zu dürfen. Einst war er als Synodalbeauftragter jahrelang für die Erwachsenenbildung im Kirchenkreis zuständig und arbeitete somit Hand in Hand mit Heidrun Redetzki-Rodermann.

In seiner Rede ließ Pfarrer i.R. Dr. Klaus Johanning die Zeit der Bildungsreferentin im Kirchenkreis Revue passieren. Am 15. Januar 1990 war sie seinerzeit in den Kirchenkreis Iserlohn gekommen, damals zunächst für diakonische Seniorenarbeit verantwortlich, war sie dann ab 1993 für die Erwachsenenbildung zuständig, teils in Vollzeit, teils wegen der Familie in Teilzeit – aber stets vorbildlich mit ganzem Herzen. Er bescheinigte ihr, dass sie immer eine Konstante blieb, auch wenn die Besetzung der zweiten halben Stelle häufig wechselte.

„Du hast Dich mit viel Fleiß, Eifer und Herzblut in so verschiedene Gebiete wie Qualitätsmanagement, Pilgern, Trauerbegleitung, Barrierefreiheit, Meditation, kulturelle Bildung und und und eingearbeitet“, zählte Pfarrer i.R. Dr. Klaus Johanning auf. Die Veranstaltungen der Erwachsenenbildung verglich er mit einem Eisberg, an deren Spitze immer Heidrun Redetzki-Rodermann stand, die im Hintergrund Geld dafür auftrieb, Kostennachweise erbrachte, Räume reservierte, Honorarkräfte, Referentinnen und Referenten gewann und das Ganze auch noch bewarb. „Allein das Jahresprogramm aufzustellen erforderte regelmäßig manche Arbeitsstunde und viel Geduld“ so Pfarrer i.R. Dr. Klaus Johanning. In ständigem Kontakt mit ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden gelang der Bildungsreferentin dies mit Bravour und dabei kamen ihre Stärke Loyalität und Wertschätzung zum Einsatz. „Darüber hinaus ist Dir immer wichtig gewesen, für Deine evangelische Kirche zu werben, mit Hilfe Deiner Veranstaltungen Hemmschwellen abzubauen. Du hast Dich bemüht, niedrigschwellig einzuladen und Teilnehmenden auf Augenhöhe zu begegnen“, beschrieb er das Handeln der treuen und ungemein vielseitigen kirchlichen Mitarbeiterin. Auf den Punkt gebracht: „Heidrun, Du bist klasse!“
Natürlich wurde auch Sandra Kamutzki, die die Nachfolge von Heidrun Redetzki-Rodermann angetreten hat, am Dienstagabend mehrfach von verschiedenen Seiten alles Gute für die neuen Aufgaben gewünscht. An ihre Verabschiedung wird sich Heidrun Redetzki-Rodermann sicherlich noch lange erinnern und das nicht nur wegen des Missverständnisses beim Catering. Durch Absprachefehler musste spontan kurzerhand Pizza bestellt werden, was aber alle Anwesenden mit einer Portion Humor nahmen.

Annabell Jatzke

Annabell Jatzke

Autorin