Voller Zuversicht und Gottvertrauen nach vorne blicken
Am zweiten Sonntag im Januar wurde in der Winterkirche im Martin-Luther-Haus im Gottesdienst Pfarrerin Simone Conrad begrüßt. Sie wird in den evangelischen Gemeinden Deilinghofen und Balve zunächst als Nachfolgerin von Pfarrer Thomas Ehlert von der Landeskirche entsandt den Pastoralen Dienst im Übergang übernehmen.
Einerseits stellt Conrad somit die pastorale Grundversorgung sicher und andererseits wird sie die Gemeinden in der Übergangsphase begleiten ohne nicht auch die regionalen Entwicklungen der Zukunft außer acht zu lassen.
Bei ihrem neuen Auftrag kann Conrad von ihren Erfahrungen in der Gemeindeleitung profitieren. 1962 im Ruhrgebiet geboren, war sie Gemeindepfarrerin und später bis zur Fusion der Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein in 2023 Superintendentin und Diakoniepfarrerin im Kirchenkreis Wittgenstein. Anschließend wechselte die ausgebildete systemische Gemeindeberaterin für den Zeitraum von sechs Jahren in die neue Rolle im Pastoralen Dienst im Übergang, mit dem die Evangelische Landeskirche Gemeinden im Umbruch unterstützt. Zuletzt war sie in dieser Funktion in Hattingen im Kirchenkreis Recklinghausen eingesetzt. Mit ihrem Mann wohnt die Mutter erwachsener Kinder in Dortmund.
Für die pfarramtliche Verbindung zwischen Deilinghofen und Balve ergibt sich mit dem Einsatz von Pfarrerin Simone Conrad eine Chance. Sie ist in die bisherigen Zerwürfnisse nicht involviert und hat somit einen neutralen Blick von außen. „Wir schauen jetzt nach vorne“, so Conrad im Pressegespräch.
Ihre neue Stelle, die zunächst für ein Jahr geplant ist, teilt sich jeweils zur Hälfte in die pastorale Versorgung und Beratertätigkeit. Sie möchte den Gemeinden helfen, einen anderen Blickwinkel zu bekommen und Lösungen zu finden. Dabei gilt es unter anderem zu klären, wie dann nach der Vakanz die Gemeindepfarrstelle neu formatiert werden kann. Natürlich werden hierbei auch schon weitreichende Überlegungen im regionalen Kontext angestellt. Die Neugestaltung der kirchlichen Strukturen mit größeren pastoralen Räumen ab 2030, wenn dann Hemer, Ihmert, Deilinghofen, Balve und Lendringsen eine Region bilden sollen, macht dies unabdingbar.
Jetzt haben will Pfarrerin Simone Conrad aber erstmal für die Christen vor Ort in Deilinghofen und Balve da sein. Dabei stellt sie sich auch immer die Frage, was die Menschen vor Ort brauchen. Antworten darauf wird sie sicherlich in den kommenden Wochen und Monaten in persönlichen Gesprächen bekommen. Unter anderem ist deshalb auch geplant, eine verlässliche Zeit vor Ort zum Gespräch anzubieten.
Bereits nach dem Vorstellungsgottesdienst hatte die Deilinghofer Gemeinde Gelegenheit, Simone Conrad beim Kirchencafé kennenzulernen. Erste Kontakte mit dem Presbyterium gab es auch bereits schon bei dessen Sitzung. In Deilinghofen wird Conrad am ersten Sonntag im Februar den Gottesdienst halten und sich dann auch am zweiten Februarsonntag der Gemeinde in Balve beim Gottesdienst vorstellen. Zukünftig wird sie regelmäßig Gottesdienste und auch andere Amtshandlungen übernehmen, um die pastorale Grundversorgung sicherzustellen.
Wichtig ist es Simone Conrad bei all dem, den Menschen die Nähe Gottes vor Augen zu führen. So ging sie in ihrem Vorstellungsgottesdienst in Deilinghofen, bei dem Pfarrer Rolf Neuhaus die Liturgie übernahm, in ihrer Predigt auf die Taufe Jesu ein, die von ebendieser Nähe erzählt.
Auch bei ihren Lieblingsversen aus der Bibel wird deutlich, dass Conrad voll Gottvertrauen steckt. Einerseits liegt ihr die Jahreslosung 1962 „Bekümmert euch nicht, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke“ aus Nehemia 8,10 am Herzen, andererseits ist es ihr Konfirmandenspruch „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch“ aus 1.Petrus 5,7, der sie begleitet und aus dem sie Hoffnung schöpft.






