Pfarrerin Christine Grans freut sich schon, wenn alles fertig ist

Sanierung der Johanneskirche geht voran

Dankbar war man in der evangelischen Kirchengemeinde Hennen darüber, dass die Gemeinde die Zusage der Denkmalbehörde erhalten hat, dass der Chorraum der Johanneskirche saniert werden kann. Anfang November wurde schließlich das notwendige Gerüst aufgebaut und dann begann Mitte November die Arbeit der Restauratoren. Schon in den letzten Jahren zeichnete sich ab, dass die Innenraumsanierung der Johanneskirche, welche zwischen 1150 und 1170 erbaut wurde, unabdingbar ist. Im Chorraum bröckelte der Putz herab. Beispielsweise verlor der Löwe vom Evangelien-Bild seine Schwanzquaste. Man war zum Handeln aufgerufen. Zunächst wurden die Risse vor sechs Jahren erst einmal behelfsmäßig geklebt, an Verschönerungsarbeiten war damals noch nicht zu denken. Nach und nach liefen aber die Vorbereitungen für die aufwendige Sanierung.

So wurde schließlich das Betonfundament unterm Chorraum nachträglich gegossen, um so weiteren Schäden vorzubeugen. Leider entstanden aber am Seiteneingang auch Risse im Putz. Zudem wurde das ganze Dach der Johanneskirche ausgebessert, da dort Pilze und Getier für Schäden gesorgt hatten. Über dem Chorraum selbst wurde das Dach komplett erneuert. Mittlerweile sind nach der Ertüchtigung der Wände die Innenmalereien an der Reihe. Diese Arbeiten werden von der Paderborner Fachfirma „ars colendi“ ausgeführt. Aber auch heimische Fachfirmen sind an der Renovierung beteiligt.

Ermöglicht wird die ganze Sanierung durch 400.000 Euro Fördermittel vom Bund. Zudem wird auch vor Ort in der Gemeinde eifrig gesammelt. Beispielsweise konnte man sich schon über eine Spende eines heimischen Unternehmens in Höhe von 10.000 Euro freuen. Des Weiteren gibt es verschiedene Spendentöpfe, derer man sich bedienen kann, um den alten Glanz der Kirche wiederherzustellen.

Am 31.12.2021 hatte man seinerzeit rund 154.000 Euro auf einem Sonderkonto für die Renovierung. Bis 2025 gingen weitere 870 Posten ein, sodass die Summe auf 162.000 Euro anwuchs. Auch gerade zu Beerdigungen wird in Hennen derzeit oftmals um eine Spende zur Kirchenrenovierung gebeten. So kamen 6.500 Euro zusammen.

Eine weitere Idee, Geld für die notwendigen Arbeiten zu sammeln, sind die sogenannten Gemäldepatenschaften. Übernimmt jemand solch eine Patenschaft, bekommt er oder sie dafür eine Urkunde ausgehändigt. Über dieses Projekt kamen bereits 28.050 Euro zusammen. Der hintere Teil der Kirche ist bislang noch nicht von den Schäden betroffen. Wobei die Betonung auf bislang liegt. Es handelt sich schließlich um ein altes Gemäuer und alte Farben, da ist eine Überraschung nie ganz ausgeschlossen.

Selbst mit Gerüst im Chorraum wurde die Johanneskirche erstmal weiter für Gottesdienste genutzt. Küsterin Brigitte Lindheim hat immer viel sauber zu machen. Falls eine Nutzung im Zuge der Renovierungsarbeiten jedoch nicht mehr möglich ist, steht das benachbarten Martin-Luther-Gemeindehaus für Gottesdienste bereit. Die im Mai stattfindenden Konfirmationen hat man sicherheitshalber in die Jakobuskirche nach Kalthof verlegt. Natürlich ist man in Hennen angesichts der aufwendigen Maßnahmen und mit der Gefahr im Zuge der Renovierung immer noch auf weitere Überraschungen zu stoßen, auf weitere Spenden angewiesen. Wem die Gemeinde und im Speziellen die Johanneskirche am Herzen liegt, kann bei der Sparkasse Iserlohn IBAN DE75 4455 0045 0006 0009 88 spenden.

Schon jetzt sagt die evangelische Kirchengemeinde Hennen, allen voran Pfarrerin Christine Grans, allen bisherigen Spendern ein herzliches Dankeschön. Wenn alles fertig ist, soll es zudem ein großes Fest mit allen Sponsoren und Gemeindemitglieder geben.


Text und Bild: Annabell Brock

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