Abschied von der Ursula-Werth-Begegnungsstätte
Zum letzten Mal selbstgebackener Apfelkuchen. Zum letzten Mal heißer Kaffee und Tee. Zum letzten Mal ein gemütliches Zusammensein. Die Evangelische Kirchengemeinde Schwerte verabschiedete sich von ihrer Ursula-Werth-Begegnungsstätte in Wandhofen.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Pfarrer Hartmut Görler die Anwesenden und dankte ihnen für jahrelanges Engagement zugunsten des gemeindlichen Treffpunkts in der Strangstraße. Er verlas ein Grußwort des Superintendenten des Kirchenkreises, der die nachhaltigen Entscheidungen der Kirchengemeinde lobte. Pfarrerin Claudia Bitter schloss das nachmittagliche Miteinander mit einer Andacht. Sie verglich den Aufbruch der Kirchengemeinde in Wandhofen mit dem Weidewechsel einer großen Schafherde am Rheinener Weg und erinnerte an Gott als den guten Hirten.
Im Laufe des Nachmittags öffneten sich die Schränke, und alle Gäste konnten sich ein Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen: ein paar Glasschälchen, einen Untersetzer, eine Kerze oder alte Bücher. Dann folgte ein bewegender Moment: die Türen gingen auf und die Familie der Namensgeberin Ursula Werth traten ein. Ursula Werth – eine prägende Ehrenamtliche der Kirchengemeinde aus früheren Jahren. Fast 30 Jahre lang war die Ursula-Werth-Begegnungsstätte Treffpunkt für Menschen aus Wandhofen und darüber hinaus. Seit 1999 hat die Kirchengemeinde die Wohnung im Erdgeschoss unterhalten. Männer- und Frauengruppen haben seitdem hier ihre Heimat gefunden. Das kleine Gemeindezentrum für bis zu 50 Personen wurde weitestgehend ehrenamtlich betrieben. Wie auch das Gemeindezentrum in Geisecke kann aber die Kirchengemeinde diese Räumlichkeiten auf Dauer nicht mehr finanzieren. Wie bei einem Weidewechsel suchen sich jetzt die unterschiedlichen Gruppen ein neues Feld, zum Teil in dem Gemeinschaftsraum des neuen Kindergartens in Wandhofen, zum Teil im Gemeindezentrum St. Viktor.
Bis zum Monatsende wird nun die Begegnungsstätte freigeräumt. Dann übergibt die GWG die Wohnung einer neuen Nutzung.






