Digitale Kreissynode am 26. März 2021

Superintendentin Pfarrerin Martina Espelöer leitet die Synode

Superintendentin Pfarrerin Martina Espelöer leitet die Synode

Wechsel im Sekretariat der Superintendentur (v.l. Brigitte Sauerwein, Martina Espelöer und Bettina Koch (geb. Drude))

Wechsel im Sekretariat der Superintendentur (v.l. Brigitte Sauerwein, Martina Espelöer und Bettina Koch (geb. Drude))

Pfarrerin Dr. Tabea Esch, stellv. Synodalassesorin

Pfarrerin Dr. Tabea Esch, stellv. Synodalassesorin

Jan Bekaan, stellv. 5. Synodalältester

Jan Bekaan, stellv. 5. Synodalältester

Danksagung von Pfarrer Thomas von Pavel an Superintendentin Martina Espelöer

Danksagung von Pfarrer Thomas von Pavel an Superintendentin Martina Espelöer

Alles fest im Blick hat Techniker David Heuer

Alles fest im Blick hat Techniker David Heuer

Zur Kreissynode, die wegen der Corona-Pandemie zum zweiten Mal digital stattfand, stellte Superintendentin Martina Espelöer in ihrem Bericht die Jahreslosung in den Mittelpunkt: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist (Lukas 6,36). Auch in der Pandemie gehöre es zum Wesen der kirchlichen Verkündigung, das Wort des Evangeliums nach oben zu stellen. „Mehr denn je fragen Menschen nach den Werten kirchlichen und diakonischen Handeln, suchen nach Orientierung und Trost“, sagte die Superintendentin. Da dürfe sich Kirche trotz zurzeit wenig stattfindender Präsenzgottesdienste nicht zurückziehen. Sie sprach auch von den Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt: „Eine sich ständig beschleunigende Gesellschaft mit einem nahezu grenzenlosen Lebensstil wird mit ihrer Verwundbarkeit und der menschlichen Endlichkeit konfrontiert. Und jeder von uns ist Teil davon.“

Im Fortgang der Kreissynode bekräftigten die 130 teilnehmenden Synodalen die Bedeutung der 28 evangelischen Kindertageseinrichtungen. Sie wolle auch weiterhin Kindern und ihren Familien einen Ort der Bildung und Herzensbildung anbieten, an dem in hoher Qualität eine Pädagogik der Vielfalt umgesetzt werde.

Der Blick auf die Entwicklung der Pfarrstellen fordert in Zukunft ein großes Umdenken von der Evangelischen Kirche. Der Kirchenkreis Iserlohn wird laut Prognosen bis 2030 von den derzeit 36 Gemeindepfarrstellen in seinen 25 Kirchengemeinden ca. 10 Stellen abbauen müssen. Die Superintendentin rief die Kirchengemeinden dazu auf, gemeinsam an Ideen und Konzepten zu arbeiten. Sie gab außerdem ein bisher unveröffentlichtes Papier der Landeskirche zu Kenntnis, in dem die Möglichkeit von „interprofessionellen Pfarrteams“ eröffnet wird: Es sieht vor, dass Pfarrer/Pfarrerinnen mit Gemeinde-Schwestern und Gemeindepädagogen sich die Arbeit aufteilen. Dieses Konzept baute gut auf dem im Kirchenkreis Iserlohn bereits begonnenen Weg des „Kirchlichen Feldes“ auf. Schon jetzt sind die meisten Gemeinden mit Gemeinde-Schwestern, Gemeindenpädagoginnen und Gemeindepädagogen in den Gemeinden im Dienste der Verkündigung, Seelsorge, Konfirmanden- und Jugendarbeit aktiv. Die Superintendentin hofft eine Gemeinde, die als Pilotprojekt diesen erweiterten Weg gehen möchte.
Das sensibelste Thema betraf dann das gerade am 1. März 2021 in Kraft getretene Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt in allen kirchlichen Arbeitsbereichen. Das Gesetz sieht vor, dass sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche Mitarbeitende nach einem Schulungsplan von „hinschauen, helfen, handeln“ geschult werden. Des Weiteren müssen ab jetzt alle Mitarbeitenden ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen und eine Selbstverpflichtung unterschreiben. Dieses alles wurde von der Landessynode in Bielefeld nach einem Stellungnahmeverfahren aller Kirchengemeinden und Kirchenkreise in der Evangelischen Kirche von Westfalen im November 2020 beraten und auf den Weg gebracht. Zum Schutz aller besonders von Kindern und Jugendlichen erarbeitet die Kreissynode Iserlohn gemeinsam mit der Kreissynode Lüdenscheid-Plettenberg mit Hilfe einer einberufenen Fachgruppe ein Schutzkonzept vor. Die Fertigstellung und Beschlussfassung wird im Herbst dieses Jahres vorgenommen.

Die Kreissynode setzte ebenfalls ihre Neuordnung des Ausschusswesens um, berief Menschen in ihre acht Ausschüsse und setzte die Synodalbeauftragungen in Kraft. Die Konstituierungen werden nach den Osterferien in Online-Sitzungen von der Superintendentin vorgenommen.
Ebenfalls wurden als stellvertretende Synodalassessorin Pfarrerin Dr. Tabea Esch (Kirchengemeinden Hohenlimburg und Berchum) sowie Jan Bekaan (Presbyter Kirchengemeinde Elsey) in den Kreissynodalvorstand gewählt. Die Einführung wird am 19. April im Rahmen einer Zoom-Konferenz vorgenommen.

Die Synode begrüßte die geplante Mischung von Präsenz- und digitalen Sitzungsformaten auch in einer Zeit nach der Corona-Pandemie.
Die Kreissynode dankt außerdem für die eingegangenen Spenden in Höhe von rund 18.000 Euro. Für diese Spendenaktion legte der Kirchenkreis 5000 Euro  für die ausgefallenen Weihnachtsfeiern und den Jahresempfang zugrunde. Die Freude für die Hilfe in den Partnerkirchenkreisen  im Kongo für die Projekte gegen Mangelernährung besonders bei Kindern und Jugendlichen ist groß. Der Dank gilt allen, die mit ihrer Spende dazu beigetragen haben.

Hier haben wir einen Mitschnitt der Kreissynode: https://youtu.be/l6TRA2-7UpQ

Fotos: Carsten Menzel

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